Andacht

Der Text

  • Oh mein Gott dieser Himmel (Lukas 15,8-10)

    Marteria fragt zurecht, ob er denn nun in den Himmel käme. Wie müsste er sein? Wie Mohammed, Buddha oder Kanye? Zeichen kann er nicht sehen. Auch keine Gebet sprechen. Also, kommt er in den Himmel?

    Jesus wurde von seinen Gegnern immer wieder gefragt, warum er zu Menschen gehe, die sich nicht an die Gebote Gottes halten. Warum feierte er mit ihnen? Wieso half er ihnen? Weshalb erwartete er Verständnis für sie? Da erzählte er ihnen diese Geschichte:

    Eine Frau hatte 10 Silbermünzen. Sie hütete sie wie einen Schatz. Aber eines Tages, als die Frau ihre Münzen hervorholte, war eine Münze verschwunden. Sie fand nur noch 9 Stück. „Wo ist meine Münze?“, fragte sie erschrocken. „Ich muss sie unbedingt finden!“

    Sie suchte überall. Auf dem Boden. Draußen vor dem Haus. Schaute in alle Krüge. Aber umsonst. Sie fand die Münze nicht.

    Die Frau machte Licht. Sie leuchtete in jede Ritze, jede Ecke. Aber nirgendwo konnte sie die Münze entdecken.

    Die Frau nahm einen Besen. Sie fegte das ganze Haus aus, sodass der Staub aufwirbelte. Da- plötzlich- da blinkte etwas unter dem Staub. Es war die Münze! Glücklich drückte die Frau die verlorenen Münze an sich. Sie lief umher und rief zu allen, die ihr begegneten: „Freut euch mit mir! Seht was ich habe! Ich hatte diese Münze verloren. Doch nun habe ich sie wiedergefunden.“

    Jesus sagte: „Erkennt doch, Gott freut sich genauso und mit ihm alle Engel im Himmel über jeden verlorenen Menschen, der zu ihm zurückkehrt!“

Tagesgedanken

  • Komm ich da jetzt rein?

    Nun haben wir Himmelfahrt gefeiert und vom Himmel geträumt. Wir haben vom Zöllner gehört, der sich ganz klein machte und von Gott groß gemacht wurde. Wir hoffen in den Himmel zu kommen.

    Und einige mögen jetzt sagen, wir wüssten doch längst, dass wir dorthin kämen. Aber wenn wir ganz ehrlich zu uns sind, dann kommen manchmal leise Zweifel, oder? Wenn wir uns schuldig gemacht haben. Oder uns schuldig fühlen. Wenn wir unsicher sind, ob wir „richtig“ glauben, weil wir noch ganz frisch damit durchs Leben gehen und noch nicht viel wissen. Es gibt so viele Gründe, sich die Frage zu stellen „Komm ich da jetzt rein?“. Vielleicht fällt dir eine Situation in deinem Leben dazu ein.

    Egal wann wir zweifeln. Egal wann wir uns diese Frage stellen. Egal wann wir leiser oder lauter denken, Gott würde uns doch für etwas bestrafen. Egal wann, wünsche ich uns allen einen Menschen an die Seite, der sagt: Du kommst in den Himmel! Gott ist kein nachtragender Gott. Sondern verzeiht. Gott ist kein strafender Gott. Er ist die Liebe.

    Allein durch unseren Glauben erfüllt sich das Versprechen Gottes schon an uns, einen Platz im Himmel für uns zu haben. Es entbindet uns nicht von unserer Verantwortung hier auf Erden. Aber es lässt uns frei von der Angst, nach dem Tod bestraft zu werden. Und ehrlich gesagt, es lebt sich damit einfacher und sehr viel schöner, oder?

Segen für Dich